Projektziele & Projektergebnis
Umsetzung projekt in den Bereichen „Service & Support“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung des Informationsflusses (Qualität, Verfügbarkeit und Transparenz).
Ausgehend von den betreffenden Regularien hat das Projektteam die aktuellen Vorgaben für einen Digitalen Produktpass mit Schwerpunkt CO2-Fußabdruck der bestehenden Systemarchitektur gegenübergestellt und auf dieser Basis eine entsprechende Erweiterung entworfen.
Gesamtprojekt
Top Erkenntnisse aus dem Projekt
Ausgangslage
Zentrale Fragestellungen im Projekt
- Wie muss die Infrastruktur aussehen, damit die erfassten Daten sinnvoll verarbeitet werden können?
- In welchem Kostenrahmen wird die entwickelte Sensorik marktfähig zu machen sein?
- Neue technologische Ansätze verfolgen, um Sensorik zu entwickeln.
Projektdetails
Das Unternehmen
Die Intex Consulting GmbH bietet speziell für die komplexen Bedürfnisse der global vernetzten Textilindustrie den Unternehmen der Branche weltweit eine Standard-ERPSoftware
sowie ein MES-System inklusive Integration in SAP S/4 HANA an. Die Herausforderung Im März 2022 wurde der Entwurf der erweiterten Ökodesign-Richtlinie veröffentlicht. Diese enthält unter anderem Informationspflichten für Unternehmen, einschließlich einem Digitalen Produktpass (DPP). Ein Teil des DPP ist die Angabe des CO2- Fußabdrucks. Gerade die Komplexität der Textil- und Modeindustrie macht es jedoch für die Branche sehr aufwendig und kostspielig, alle dafür notwendigen Daten zu erfassen. Das Unternehmen möchte daher zukünftig eine Systemarchitektur in seine ERP-Business-Suite und die notwendigen Softwarekomponenten integrieren, um z. B. diesen Wert automatisiert zu ermitteln. Wichtig ist es bei der Konzeption aber auch mitzudenken, wie sich die Geschäftstätigkeit des Unternehmens auf Nachhaltigkeitsthemen – Schwerpunkt CO2-Fußabdruck
– auswirkt.
Die Lösung
Das KMU hat die DITF, Partner im Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe, gebeten, es bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Auf Basis der nationalen und EU-weiten Gesetzgebung sowie dem CO2-Fußabdruck haben sie gemeinsam eine neue Systemarchitektur konzipiert. Hierbei mussten die wesentlichen Anforderungen der jeweiligen Fertigungsstufen berücksichtigt werden.
Die Umsetzung
Ausgehend von diesen Anforderungen wurde die Systemarchitektur mit Import- und Exportschnittstellen konzipiert. Beispielsweise soll es möglich sein, Fragen wie diese auf Knopfdruck zu beantworten: Wieviel CO2-Ausstoß verursacht die Produktion eines Kilogramms Garn? Auch gilt es zu klären, welche Anteile der Emissionen des Unternehmens, der Vorstufen oder Energielieferanten in den Product Carbon Footprint (PCF)-Teil eines DPP zu integrieren sind. Ausgehend von den betreffenden Regularien hat das Projektteam die aktuellen Vorgaben für einen Digitalen Produktpass mit Schwerpunkt CO2-Fußabdruck der bestehenden Systemarchitektur gegenübergestellt und auf dieser Basis eine entsprechende Erweiterung entworfen. Gemeinsam mit dem KMU haben die Experten der DITF festgelegt, welche Entwicklungen wann notwendig sind und hierauf aufbauend eine Entwicklungsroadmap erstellt. Die neue Systemarchitektur wird eine allgemeingültige Struktur aufweisen. Somit kann das Konzept auch auf andere Branchen angewendet werden. Das ist wichtig, da sich der Produktpass nicht nur an die Textil- und Modebranche richtet, sondern für alle Industrien eingeführt wird.

