Projektziele & Projektergebnis
Erstellung projekt in den Bereichen „Produktion“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung der Produkt- / Servicequalität.
Das Unternehmen konnte die 3D-Modellierung mit Streifenlichtaufnahmen testen.
Gesamtprojekt
Top Erkenntnisse aus dem Projekt
Ausgangslage
Zentrale Fragestellungen im Projekt
- Wie kann der Materialbedarf berechnet werden, wenn keine Pläne eines Teils vorliegen?
- Wie können Pläne eines bestehenden Teil hergestellt werden?
- Wie können Pläne möglichst mit einfachen und kostengünstigen Mitteln erstellt werden?
Projektdetails
Was macht man eigentlich, wenn man ein individuelles Teil fertigen soll, für das es keine Pläne gibt? Im Maschinenbau ist vieles auf langfristige Planungen und beständige Konstruktionen ausgerichtet. Wenn ein Maschinensystem gut funktioniert, werden die Teile und ihre Zusammensetzung nur selten geändert. Was passiert nun aber, wenn einzelne Komponenten nachgebaut werden sollen, für die keine Pläne existieren? Wie können aus vorliegenden Teilen Pläne konstruiert werden?
Vor dieser Herausforderung stand die Firma Kaiser-Motoren aus Neumünster, die auf Sondermotorenbau spezialisiert ist. „Normalerweise fertigen wir Spulen und andere Teile für Elektromotoren für andere namenhafte Unternehmen. In diesem Fall sollten wir ein Verbindungselement, einen sogenannten Flansch, fertigen, für den keine Pläne mehr vorlagen. Das war für uns eine echte Herausforderung“, erklärt Andreas Zimmermann, Leiter Konstruktion bei Kaiser-Motoren. Um dennoch ein Angebot für das Teil abgeben zu können, musste eine Lösung her. Der beste Zeitpunkt also, um sich mit einer neuen Technik im Bereich der Erstellung von 3D-Modellen von Teilen auseinander zu setzen.
Mit Tim Johannsen von Mittelstand-Digital Zentrum Schleswig-Holstein konnten die Mitarbeitenden von Kaiser-Motoren sich dann mit der 3D-Modellierung mit Streifenlicht auseinandersetzen. Bei der Modellierung mit Streifenlicht wird das Objekt systematisch aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen. Gleichzeitig wird es mit Streifenlicht beschienen. Auf dem Foto vom Objekt sind also Streifen zu sehen. Mithilfe eines Programms kann dann aus den unterschiedlich gestreiften Aufnahmen ein dreidimensionales Modell erstellt werden.
Die Methodik hat verschiedene Vorteile gegenüber herkömmlichen Methoden zur Erstellung von 3D-Plänen von Teilen. Die benötigte Technik ist relativ kostengünstig und kann mit geringem Aufwand eingerichtet und bedient werden. Mitarbeitende mit grundsätzlichen Kenntnissen in der Bearbeitung und Erstellung von CAD-Modellen können für diese Vermessungstechnik schnell qualifiziert werden – die zusätzlichen Fachkenntnisse, die es für die Bearbeitung braucht, sind leicht zu erlernen. Gemeinsam mit dem Team aus dem Zentrum Schleswig-Holstein konnte Kaiser-Motoren diese Technologie in der Digitalen Fabrik in Kiel ausprobieren.




