Intelligente Fernüberwachung für mobile Hühnerhaltung

Veröffentlicht: 17.09.2024 / zuletzt bearbeitet: 08.06.2026

Projektziele & Projektergebnis

Projektziele:
Umsetzung projekt in den Bereichen „Produktion“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung .
Projektergebnis:
Mit Hilfe von Sensorik kann die mobile Hühnerhaltung ortsunabhängig überwacht werden. Daten zu Futterverbrauch und Hühnergesundheit können jederzeit aus der Ferne abgerufen werden, um Arbeitszeit und Kosten zu sparen.

Gesamtprojekt

Personentage
1 Tage
10 Tage
Nicht ausgeführt
7 Tage
2 Tage
0 Tage
Phase
Konzept
Prototyp
Entwicklung
Testen
Implementierung
Beteiligte
1
2
1
2
0
2
0
2
0
0
Kosten*
0 €
400 €
100 €
0 €
0 €
Projektphase ausgeführt
Projektphase nicht ausgeführt
interne Projektbeteiligte
externe Projektumsetzer

Top Erkenntnisse aus dem Projekt

  • Die verfügbare LoRaWAN-Hardware ist benutzerfreundlicher als erwartet, erfordert aber mehr Expertenwissen.
  • Die Sendedistanz von LoRaWAN-Geräten ist beeindruckend, aber stark standortabhängig.
  • Optische/akustische Füllstandsmessung könnte präziser sein als Gewichtsmessungen.
  • Ausgangslage

    Es fehlten Daten in den Bereichen Informationsqualität
    Wichtige Informationen gingen verloren in den Bereichen Innovative Technologiethemen
    Das Wachstum war zu gering in den Bereichen Produktion
    Wachstum sollte gesteigert werden in den Bereichen Informationsqualität

    Zentrale Fragestellungen im Projekt

    • “LoRaWAN” oder “Narrowband-IoT“ - Welche Technologie eignet sich besser für den Einsatz in Low-Cost Überwachungssystemen ohne Stromnetz- und Breitband-Internetanschluss?
    • Welche Sendedistanzen sind mit LoRaWAN bei geringem Material- und Personalaufwand zuverlässig erreichbar?
    • Ist der Selbstbau eines Telemetriesystems für kleine Betriebe realistisch und lohnenswert, wenn industrielle Auftragsarbeiten aus Kostengründen keine Option sind?

    Projektdetails

    Zeitrahmen: 12.06.2023 - 05.07.2024

    Die mobile Freilandhaltung gilt heute als artgerecht, da Hühner ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können. Die Brandenburger Bio-Ei GmbH nutzt daher die ökologischen Synergieeffekte zwischen den in Westbrandenburg zahlreich vorhandenen Obstanbauflächen und der Versorgung lokal produzierter Eier.

    Heute muss Geschäftsführer Lasse Brandt täglich zwei Mal zum Hühnerwagen fahren, um den Futterverbrauch zu messen. Durch die Überwachung des Futter- und Wasserverbrauchs können Rückschlüsse auf die Anzahl und Gesundheit der Hühner geschlossen werden. Die mobilen Ställe liegen in einiger Entfernung zu Wohn- und Arbeitsorten und sind nicht an eine feste Stromversorgung angeschlossen. Sie haben auch keine Mobilfunk-Abdeckung oder Breitband-Internetverbindung.

    Im Projekt wurde der hochaufgelöste Prototyp eines Mess- und Sendesystems entwickelt. Dieser enthält einen Gewichtssensor, eine Datenvorverarbeitungsstufe (ein gut dokumentierter Einplatinencomputer) und eine Sendestufe, die mit gängiger LoRaWAN-Hard- und Software kompatibel ist.
    Um die Komplexität des Systems zu verringern und einen späteren Nachbau sowie Modifikation zu ermöglichen, wurden leicht zugängliche Lösungen zur Anlagen-Automatisierung mit RaspberryPi und Python-Skripten genutzt. Größere Industrie-Lösungen würden hier deutliche komplexere Mikroprozessor-Programmierungen nutzen.

    Wie wurde vorgegangen?

    1. Analyse der Anforderungen und bestehenden Lösungen.
    Zunächst wurden in einem ausführlichen Gespräch an einem der Stellplätze der mobilen Hühnerhaltung die Anforderungen erfasst und die aktuellen Gegebenheiten überprüft. Durch die begrenzte Projektdauer wurden gemeinsam Ziele des Prototyps festgelegt.
    Ziel: Entwicklung eines Prototyps mit Gewichtssensoren und LoRaWan-Technologie

    2. Testen und Optimieren des Prototyps in realen Bedingungen.
    Es wurde eine modifizierte Firmware für den Mikroprozessor entwickelt, der das Kernstück vieler LoRaWan-Sendemodule bildet und es steuert. Hier war wichtig, eine vereinfachte Lösung zu entwickeln, denn die Mikroprozessorentwicklung erfordert viel Grundlagenwissen und Expertise, daher ist sie für Laien kaum zielführend zu bewerkstelligen.

    Die Software auf dem Mikroprozessor wurde so angepasst, dass beliebige Nutzdaten empfangen und über LoRaWan gesendet werden können. Dadurch müssen bei einem Nachbau des Systems keinerlei Anpassungen am eher kompliziert zu bearbeitenden Mikroprozessor vorgenommen werden, wenn mehr oder andere Sensoren verwendet werden. Alle nötigen Anpassungen und Konfigurationen können dann auf einer Art Vorverarbeitungsstufe auf einem Einplatinencomputer gemacht werden. So bleibt der Mikroprozessor unverändert, egal welche Sensoren oder Datenquellen angeschlossen sind. Für den Nutzer ist die Anpassung am System dann auch mit weniger technischem Vorwissen möglich.
    Um das zu erreichen, wurde ein einfaches Kommunikationsprotokoll zwischen der Vorverarbeitungsstufe und dem Mikroprozessor aufbauend auf der seriellen UART-Schnittstelle implementiert und die Funktionsweise des Sendemoduls derart angepasst, dass neue Daten erwartet, unter Einhaltung der Regularien für das LoRa-Frequenzband gesendet und der Erhalt gegenüber der Vorverarbeitungsstufe bestätigt wird.

    3. Implementierung und Evaluation in Zusammenarbeit mit dem Bio-Hof
    Die Fertigstellung des Prototyps ermöglicht die Überwachung des Futtermittel-Verbrauchs für den mobilen Hühnerwagen. In der praktischen Nutzung wird sich herausstellen, ob die Radiokommunikation über LoRaWan zuverlässig genug ist, um die Messwerte zu übermitteln.

    Der entwickelte Prototyp wurde auf dem Biohof installiert und stellt damit einen bedeutenden Schritt zur Automatisierung der Arbeitsprozesse dar. Durch die Nutzung von LoRaWAN zur drahtlosen Datenübertragung, die einfache Anpassbarkeit an verschiedene Sensoren und die zugängliche Steuerung über Einplatinencomputer wurde eine flexible und kosteneffiziente Lösung geschaffen. Diese reduziert den manuellen Aufwand für den Betreiber und erhöht die Effizienz des Betriebs. Zukünftige Anwendungen könnten durch weiterführende Tests optimiert und auf andere landwirtschaftliche Bereiche ausgeweitet werden, um ähnliche Automatisierungs- und Überwachungsprozesse zu ermöglichen.

    Ergebnisse der einzelnen Projektphasen

    {acf_prototypenphase_bilder_prototypenphase_titel}
    {acf_prototypenphase_bilder_prototypenphase_beschreibung}
    {acf_prototypenphase_bilder_prototypenphase_titel}
    {acf_prototypenphase_bilder_prototypenphase_beschreibung}
    {acf_prototypenphase_bilder_prototypenphase_titel}
    {acf_prototypenphase_bilder_prototypenphase_beschreibung}
    {acf_entwicklungphase_bilder_entwicklungphase_titel}
    {acf_entwicklungphase_bilder_entwicklungphase_beschreibung}

    Mögliche Hard- und Software-Lösungen

    Hardware: LoRaWan Node (diverse Anbieter)
    Hardware: LoRaWan Gateway (diverse Anbieter)
    Software: LoRaWan Network Server SaaS

    Unternehmensbeschreibung

    Name
    Biohof Werder GbR
    Anschrift
    Eisenbahnstr. 158, 14542 Werder (Havel)
    Umsatz pro Jahr
    bis 200.000 €
    Branche
    Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
    Gründungszeitraum
    Vor 5 - 9 Jahren
    Beschäftigtenzahl
    1 - 9
    IT-Investition pro Jahr
    bis 1.000€
    Unternehmensangebot
    Produkte
    Unternehmer*innen Zitat zum Projekt
    Die Kosten vom Ei sind maßgeblich durch die Futterkosten bestimmt und getrieben.
    Lasse Brandt
    Projektleiter
    Projektbewertung aus Unternehmenssicht
    Das Projekt hat dazu beigetragen das unser Unternehmen für die Zukunft gerüstet ist.
    Mit dem Projektergebnis sind Sie zufrieden.
    Unsere Erwartungen an das Projekt wurden erfüllt.
    Sie würden die Projektumsetzer weiterempfehlen.

    Projektunterstützung

    Projektumsetzer
    Institut für Innovations- und Informationsmanagement GmbH
    Ifii
    projekte@digitalzentrum.berlin
    Zentrum
    Mittelstand-Digital Zentrum Berlin
    MDZ Berlin
    info@digitalzentrum.berlin

    Weitere Kooperationspartner

    Projektumsetzer
    Institut für Innovations- und Informationsmanagement GmbH
    Zentrum
    Mittelstand-Digital Zentrum Berlin
    Sie haben Fragen zu diesem Projekt? Sprechen Sie uns gerne an!
    Jetzt Kontakt aufnehmen

    Ähnliche Themen

    Datenerfassung und -analyse, Hard- und Software, Produktionsdaten, Produktionsüberwachung

    Dieses Projekt teilen