Projektziele & Projektergebnis
Erstellung projekt in den Bereichen „Prozesse“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung der Nachhaltigkeit und von Prozessen.
Der manuelle Aufwand zum Aufbau von Modellbau-Komponenten mit elektronischen Funktionen in Kleinserien konnte durch den Einsatz digitaler Fertigungsmethoden reduziert werden.
Gesamtprojekt
Top Erkenntnisse aus dem Projekt
Ausgangslage
Zentrale Fragestellungen im Projekt
- Lassen sich die gegebenen Materialien des Miniatur Wunderlands haftfest mit metallischen Strukturen beschichten?
- Für welche Bauteile lohnt sich die Umstellung auf eine maschinelle Fertigung?
Projektdetails
Das Miniatur Wunderland in Hamburg ist weltweit bekannt für seine detailreichen und lebendigen Modellwelten. Die einzelnen Modelle, wie zum Beispiel Häuser, Fahrzeuge oder ganze Landschaftsausschnitte, werden in aufwendiger Handarbeit gefertigt – häufig als Einzelstücke oder in sehr kleinen Stückzahlen. Besonders aufwendig ist dabei der Einbau von technischen Funktionen, etwa kleinen Leuchten oder beweglichen Teilen. Diese Arbeiten erfolgen bislang weitgehend manuell und erfordern viel Zeit und Fingerspitzengefühl. Dabei kommt es immer wieder zu Beschädigungen, sei es bei der Herstellung oder im späteren Betrieb.
Im Rahmen dieses Digitalisierungsprojekts wird deshalb ein neuer Ansatz verfolgt: Es sollen moderne, computergestützte Fertigungsmethoden eingesetzt werden, um kleine Bauteile schneller und gleichzeitig robuster herzustellen. Die sogenannte additive Fertigung – besser bekannt als 3D-Druck – macht es möglich, individuelle Modelle digital zu entwerfen und anschließend direkt zu produzieren. Neu ist hierbei, dass nicht nur die äußere Form, sondern auch technische Funktionen wie etwa elektrische Leitungen direkt in den Druckprozess integriert werden sollen.
Das Ziel des Projekts ist es, diese digitalen Prozesse so weiterzuentwickeln, dass sie sich im Modellbau des Miniatur Wunderlands sinnvoll und wirtschaftlich einsetzen lassen – auch bei geringen Stückzahlen. Dadurch kann ein Teil der bisher händischen Arbeit durch eine automatisierte und präzisere Lösung ersetzt werden. Das spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Modelle. Denn weniger manuelle Handgriffe bedeuten auch weniger Fehlerquellen und damit weniger Reparaturen.
Durch die digitale Herangehensweise lassen sich zudem Anpassungen an den Modellen viel schneller umsetzen – zum Beispiel, wenn neue Themenwelten geplant sind. So können Innovation und Kreativität im Ausstellungskonzept noch stärker ausgelebt werden. Und nicht zuletzt zeigt dieses Projekt, wie sich moderne Technologien auch im kulturellen und touristischen Bereich sinnvoll und nachhaltig einsetzen lassen.






