Projektziele & Projektergebnis
Erstellung projekt in den Bereichen „Materialwirtschaft“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung der Nachhaltigkeit, des Informationsflusses (Qualität, Verfügbarkeit und Transparenz).
Mit dem aus dieser Zusammenarbeit entstandenen Konzept ist das Unternehmen in der Lage, in Zukunft die Potenziale von recycelten Rohstoffen in der Garnherstellung wesentlich besser zu nutzen und in der Folge noch nachhaltigere Produkte auf den Markt zu bringen.
Gesamtprojekt
Top Erkenntnisse aus dem Projekt
Ausgangslage
Zentrale Fragestellungen im Projekt
- Wie kann man Anpassungen an Bestellungen kurzfristig sinnvoll anpassen?
- Wie lassen sich hierfür die zugänglichen Daten aus dem Open Source Tool nutzen?
- Wie kann man Änderungen der Planung realisieren?
Projektdetails
Das Unternehmen
Penn Textile Solutions GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Paderborn, das seit über 60 Jahren elastische High-Tech-Textilien entwickelt. Dabei legt das Unternehmen großen Wert auf ökologische Verantwortung. Ein zentraler Hebel zur Steigerung der Nachhaltigkeit ist der zunehmende Einsatz von Garnen mit Recyclinganteil. Durch diesen Einsatz leistet Penn Textile Solutions einen aktiven Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Förderung kreislauforientierter Produktionsprozesse.
Die Herausforderung
Die Herausforderung für das Unternehmen liegt in der komplexen Steuerung der Produktionsprozesse bei gleichzeitigem Einsatz nachhaltiger Materialien. Die Verfügbarkeiten
recycelter Garne schwanken stark, was kurzfristige Änderungen in den Bestellungen notwendig macht. Diese Änderungen haben Dominoeffekte in der Materialdisposition, der Auftragsreihenfolgeplanung und der Reststoffnutzung zur Folge. Obwohl alle operativen Daten im ERP-System zugänglich sind, bleiben Potenziale ungenutzt, da die Komplexität der Prozesse eine manuelle Auswertung kaum erlaubt.
Die Lösung
Das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen, ein Partner des Mittelstand-Digital Zentrums Smarte Kreisläufe hat gemeinsam mit dem KMU eine Roadmap konzipiert, wie
die bestehenden ERP-Daten mittels Künstlicher Intelligenz (KI) zur Unterstützung einer effizienten Kreislaufwirtschaft genutzt werden können. Ziel ist es, datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen, um Materialverfügbarkeit, Produktionsreihenfolge und Ressourcennutzung zu optimieren.
Die Umsetzung
Im Projekt wurde ein KI-gestütztes Assistenzsystem konzipiert, das auf der bestehenden Open-Source-ERP-Architektur aufsetzt. Beispielhaft wurden Bestands-, Auftrags- und Qualitätsdaten analysiert und ein System konzipiert, dass Materialengpässe prognostizieren, Auftragsreihenfolgen optimieren und Alternativen für den Einsatz nachhaltiger Garne vorschlagen soll. Der Algorithmus simuliert verschiedene Planungsvarianten und lernt im Laufe der Zeit, welche Entscheidungen kombiniert die besten Ergebnisse hinsichtlich Termintreue, Energieverbrauch und Reststoffvermeidung erzielen.
Die nächsten Schritte
Mit dem aus dieser Zusammenarbeit entstandenen Konzept ist das Unternehmen in der Lage, in Zukunft die Potenziale von recycelten Rohstoffen in der Garnherstellung wesentlich besser zu nutzen und in der Folge noch nachhaltigere Produkte auf den Markt zu bringen. Die ersten Schritte für eine Umsetzung des Konzepts liegen vor. Produzierende Unternehmen ähnlicher Größe werden es ebenfalls anwenden können, wenn sie durch die eingeschränkte Verfügbarkeit nachhaltiger Materialien umplanen müssen.




