Verschleißerkennung an Fräswerkzeugen

Veröffentlicht: 18.07.2025 / zuletzt bearbeitet: 08.06.2026

Projektziele & Projektergebnis

Projektziele:
Umsetzung projekt in den Bereichen „Produktion“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung der Produkt- / Servicequalität und des Innovationsgrades.
Projektergebnis:
Am Beispiel eines Fräsbearbeitungszentrums für Schaltschrankgehäuse wurde eine prozessnahe Messlösung erarbeitet. Damit wurden Datensätze aufgenommen und mittels verschiedener Featureanalyse-Techniken für eine spätere KI-basierte Klassifizierung aufbereitet.

Gesamtprojekt

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Phase
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Kosten*
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Projektphase ausgeführt
Projektphase nicht ausgeführt
interne Projektbeteiligte
externe Projektumsetzer

Top Erkenntnisse aus dem Projekt

  • Know-how Aufbau beim Sensor-Retrofit und beim Vorgehen zur Umsetzung datengetriebener Lösungen für die Produktion
  • Gute Datenbasis als wichtige Grundlage für technologische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit
  • Einstieg des Unternehmens in das Thema KI mit einem konkreten Anwendungsfall und daraus abgeleitete Ansätze für kundenspezifische Services
  • Ausgangslage

    Zentrale Fragestellungen im Projekt

    • Wie lässt sich eine Portalfräsmaschine mit einer smarten Sensorlösung nachrüsten?
    • Enthalten prozessnahe Schwingungsdaten die für eine Verschleißbewertung von Fräswerkzeugen benötigten Informationen?
    • Welche Datenmerkmale bzw. Features bieten eine geeignete Grundlage für die automatisierte Verarbeitung der Schwingungssensordaten mittels maschinellem Lernen?

    Projektdetails

    Zeitrahmen: 01.06.2024 - 31.01.2025

    Zerspanwerkzeuge wie z.B. Fräser und Bohrer kommen massenhaft in der Metallbearbeitung zum Einsatz. Sie unterliegen einem mechanischen Verschleiß, welcher je nach Einsatzbedingungen erheblich schwanken kann. Werkzeugverschleiß kann bedeutenden Einfluss auf die Fertigungskosten in produzierenden Unternehmen haben. Er beeinflusst auch direkt oder indirekt die Werkzeug- und Instandhaltungskosten sowie die Produktionskosten. Darüber hinaus kann der Einsatz zu stark verschlissener Werkzeuge zu Qualitätseinbußen bei den gefertigten Bauteilen führen, welche zu Nacharbeiten oder erhöhtem Ausschuss führen können.

    Herausforderung

    Eine objektive Ermittlung des Verschleißzustandes von Zerspanungswerkzeugen ist sehr aufwändig und teuer. Entweder werden die Werkzeuge außerhalb der Maschine zeitaufwändig mit speziellen Messinstrumenten charakterisiert oder in den Maschinen sind teure Sensor- und Messlösungen verbaut, welche gerade für kleine Unternehmen eine sehr große Investition erfordern würden. Stattdessen herrschen daher in der Praxis eher indirekte Methoden zur Verschleißabschätzung vor, wie z.B. die Maschinen- und Prozessüberwachung durch erfahrene Mitarbeitende, welche auf Grund von Beobachtungen, Geräuschen oder anderen Kriterien Rückschlüsse auf den Werkzeugverschleißzustand ziehen. Deren Einschätzungen unterliegen jedoch subjektiven Schwankungen und häufig arbeiten die Maschinen über längere Zeiträume auch ohne Bedienpersonal. Ein Mangel an erfahrenen Fachkräften verschärft das Problem.

    Vorgehen

    Im Projekt wurde daher gemeinsam mit der HELIRO GmbH untersucht, ob sich eine objektivierte datenbasierte Lösung zur Werkzeugverschleißermittlung bei Fräsprozessen als kostengünstige Sensor-Retrofit-Lösung realisieren lässt. Die damit erfassten Daten sollten mit Hilfe von KI klassifiziert und Möglichkeiten einer darauf basierenden Verschleißprognose untersucht werden.

    Lösung

    Am Beispiel eines Fräsbearbeitungszentrums für Schaltschrankgehäuse wurde eine Messlösung erarbeitet, welche mittels nah an der Werkzeugspindel positionierter Sensoren Schwingungen im niedrigen kHz-Bereich aufnimmt. Daten aus Messungen mittels mobiler Ultraschallmessgeräte oder an Werkstückhalterungen waren hingegen ungeeignet. Für typische Bearbeitungsabläufe, Materialien und Werkzeuge wurden in mehreren Messkampagnen Datensätze erzeugt, aufbereitet und analysiert. Dabei kamen verschiedene Featureanalyse-Techniken zum Einsatz. Es zeigte sich, dass auf Grund einiger spezieller Randbedingungen mit der vorhandenen Sensorik keine sichere Verschleißerkennung möglich ist. Neue Lösungsansätze mit erweiterter Sensorik und Perspektiven für zukünftige Entwicklungen wurden im Abschlussworkshop auf Basis dieser Erkenntnisse erarbeitet.

    Methoden

    Ergebnisse der einzelnen Projektphasen

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    Unternehmensbeschreibung

    Name
    HELIRO Steuer- und Regelungstechnik GmbH
    Anschrift
    Hohe Str. 40, 98693 Ilmenau
    Umsatz pro Jahr
    Nicht angegeben
    Branche
    Produktion, Industrie, verarbeitendes Gewerbe
    Gründungszeitraum
    Vor 10 - 49 Jahren
    Beschäftigtenzahl
    10 - 49
    IT-Investition pro Jahr
    Nicht angegeben
    Unternehmensangebot
    Produkte, Dienstleistung
    Unternehmer*innen Zitat zum Projekt
    Trotz bisher noch ungelöster Problemstellungen konnten wir aus der engen Zusammenarbeit neue Herangehensweisen und vorbereitende Schritte zur Sensordatenanalyse als Grundlage für zukünftige firmeneigene KI-Ansätze kennenlernen.
    Martin Hasler

    Projektunterstützung

    Projektumsetzer
    IMMS Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH (Modellfabrik Smarte Sensorsysteme)
    Modellfabrik Smarte Sensorsysteme
    smarte_sensorsysteme@kompetenzzentrum-ilmenau.de
    Zentrum
    Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau
    MDZ Ilmenau
    info@kompetenzzentrum-ilmenau.digital

    Weitere Kooperationspartner

    Projektumsetzer
    IMMS Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH (Modellfabrik Smarte Sensorsysteme)
    Zentrum
    Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau
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