KI-gestützte Erkennung und Handhabung von Härteteilen

Veröffentlicht: 20.11.2025 / zuletzt bearbeitet: 08.06.2026

Projektziele & Projektergebnis

Projektziele:
Umsetzung projekt in den Bereichen „Produktion“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung der Produkt- / Servicequalität, des Innovationsgrades und von Prozessen.
Projektergebnis:
Im Projekt konnte mittels KI bei grundlegenden Arbeitsschritten die Machbarkeit zur Automatisierung gezeigt werden. Jedoch wurden auch die Grenzen aktueller Systeme aufgezeigt, wodurch Eigenentwicklungen oder anderwärtige Konzepte notwendig sind.

Gesamtprojekt

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Phase
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Kosten*
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Projektphase ausgeführt
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interne Projektbeteiligte
externe Projektumsetzer

Top Erkenntnisse aus dem Projekt

  • Die Möglichkeit, die Effizienz durch die Implementierung von Zuführsystemen zu verbessern, ist vielversprechend.
  • KI-basierte Lösungen benötigen jedoch weiterhin ein signifikantes Training, insbesondere wenn neue Teiltypen eingeführt werden.
  • Die enge Zusammenarbeit mit Partnern wie EDIH Saarland und dem Mittelstand-Digital Zentrum Saarbrücken war entscheidend für den Projekterfolg und bietet wertvolle Unterstützung für zukünftige Projekte.
  • Ausgangslage

    Es bestehen Optimierungspotenziale in den Bereichen Prozesse
    Die Produktivitätspotenziale wurden nicht ausgeschöpft in den Bereichen Innovative Technologiethemen, Produktion
    Die Effizienzsteigerungspotenziale wurden nicht ausgeschöpft in den Bereichen Innovative Technologiethemen, Prozesse

    Zentrale Fragestellungen im Projekt

    • Wie können unterschiedliche Härteteile in einer unstrukturierten Umgebung erkannt werden?
    • Welches Greifsystem ist am besten geeignet?
    • Studie über die Möglichkeit der Integration anderer Automatisierungstechniken wie Zuführsystemen.

    Projektdetails

    Zeitrahmen: 09.01.2024 - 17.07.2024

    Ausgangssituation und Zielsetzung:
    Die Dienstleistung der Fa. Wegener Härtetechnik umfasst u.a. die Härtung von metallischen Bauteilen. Die zu härtenden Teile werden größtenteils ungeordnet angeliefert und müssen für den Härteprozess manuell in einen Härtekorb geordnet werden. Ergebnis des manuellen Prozesses ist die Bereitstellung der Härteteile mit definierter Position und Orientierung. Dieser Ablauf stellt einen repetitiven und zeitintensiven Prozess dar, der wertvolle Arbeitskraft bindet und somit die Effizienz der Produktion erheblich begrenzt. Um die Produktivität zu steigern, sollten bereits vorhandene Betriebsmittel, wie ein 3-Achs-Portalroboter, in Betracht gezogen und deren Einsatzmöglichkeiten evaluiert werden.
    Eine zentrale Herausforderung bei der Automatisierung dieses Prozesses ist die präzise Bauteilerkennung und Bestimmung der Greifpositionen, insbesondere bei geometrisch komplexen Härteteilen, die als Schüttgut vorliegen. Reflexionen und geometrische Variationen der Teile erschweren zusätzlich die automatisierte Erkennung und Handhabung. Diese Faktoren machen die Entwicklung eines zuverlässigen und flexiblen Systems notwendig, das sich an verschiedene Teiletypen anpassen kann und gleichzeitig benutzerfreundlich bleibt.

    Vorgehensweise und Umsetzung:
    Die Umsetzung des Projekts erfolgte in mehreren Schritten. Zunächst wurden technische Analysen durchgeführt, um die Anforderungen an ein Erkennungs- und Greifsystem zu definieren. Dabei wurden verschiedene Kamerasysteme und Greifer getestet, die bereits auf dem Markt zu kaufen sind. Da keine passenden Plug-and-Play-Lösungen identifiziert werden konnten, wurde nach der Analyse und Definition der Anforderungen ein Prototyp zur Validierung entwickelt.
    Im Rahmen der Entwicklung wurden zunächst Zusatzteile wie Halterungen und Greiferbacken konstruiert und gefertigt. Anschließend erfolgten die Testung und Evaluation der 3D-Objekterkennung sowie die Bestimmung geeigneter Greifposen. Zur zuverlässigen Erkennung der Härteteile kamen speziell angepasste Objekterkennungsalgorithmen, unter anderem auf Basis von YOLOv8, zum Einsatz. Diese ermöglichten auch bei Überschneidungen eine präzise Lagebestimmung der Teile, sodass der Roboter sie sicher greifen konnte. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Erkennbarkeit und Greifbarkeit der einzelnen Komponenten. Identifizierte Schwachstellen, etwa durch störende Reflexionen, wurden durch optimierte Beleuchtungstechniken und algorithmische Anpassungen gezielt behoben. Abschließend wurde die Kameradetektion mit dem Robotersystem verknüpft, um das Greifen, Ablegen und exakte Positionieren der Teile automatisiert zu ermöglichen.

    Das Projekt zielte darauf ab, eine innovative Lösung zur automatisierten Erkennung, Greifens und Sortierens verschiedener Härteteile zu entwickeln. Das System sollte präzise, zuverlässig, flexibel und skalierbar sein, um sich an neue Teiletypen anzupassen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Benutzerfreundlichkeit, sodass es auch von nicht geschultem Personal einfach bedient werden kann und sich die Einarbeitungszeit minimiert.
    Das Framework muss dazu nahtlos in bestehende robotergestützte Prozesse integrierbar sein, um eine durchgängige Automatisierung zu gewährleisten. Durch die Automatisierung monotoner Aufgaben soll die Effizienz gesteigert und die Arbeitsbedingungen verbessert werden, sodass Mitarbeitende sich auf anspruchsvollere Tätigkeiten konzentrieren können. Das Projekt verspricht eine Steigerung der Produktivität sowie mehr Qualität in der Fertigung.

    Ergebnis:
    Das Projekt zeigt vielversprechende Fortschritte und spannende Herausforderungen. Die Einzelteilerkennung funktioniert zuverlässig und der Roboter wurde erfolgreich in einfache Abläufe integriert. Allerdings bereitet die Handhabung von Schüttgut noch Schwierigkeiten, insbesondere bei unregelmäßigen Geometrien. Hier sind komplexere und präzisere Lösungen notwendig.

    Es wurde weiterer Entwicklungsbedarf identifiziert und darüber hinaus wurde im Rahmen einer Machbarkeitsbetrachtung ein Mensch-Roboter-Kollaboration Szenario begutachtet (Roboter als Assistent). Dabei wurde auf folgende Themen eingegangen:
    1.    Der Roboter sollte in der Lage sein den Prozess zu antizipieren und Bauteile oder Werkzeuge anzureichen. Hierzu wurde davon ausgegangen, dass dem Roboter bzw. der dahinterliegenden Künstliche Intelligenz die Prozesse im Umfang bekannt sind, sodass auf Basis von a) der Prozesserkennung der Prozessfortschritt festgestellt wird oder b) auf Anfrage ein Werkzeug gereicht wird.
    2.    Zusätzlich sollte der Roboter befähigt werden mittels aufgerüsteter Sensorik (Kamera) insbesondere Werkzeuge zu erkennen, dem Mitarbeitenden anzureichen und wieder abzulegen. Diese Prozesse sind allerdings bis zu einem gewissen Grad standardisiert, sodass mittels KI und standardisierter Abläufe diese Routinen durch den Roboter übernommen werden können.
    3.    In diesem Zusammenhang wurde eine Applikation zur Spracherkennung / Sprachbefehlen zur Echtzeitausführung von Aufgaben getestet. Dabei wurden natürliche Sprachbefehle erfasst und auf Basis von Large Language Models in roboterverständliche Befehle übersetzt.
    4.    Nachdem diverse Standardgreifer erprobt wurden und sich für einige Anwendungen als untauglich erwiesen, wurde ein Prototyp für einen Greifer bzw. eine Greifererweiterung entwickelt, die dazu beitrug bestimmte Werkzeuge sicherer zu greifen.

    Methoden

    Ergebnisse der einzelnen Projektphasen

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    Mögliche Hard- und Software-Lösungen

    Hardware: Vision Pro von Cognex Camera, Robobrain.eye, Keyence
    Hardware:

    Unternehmensbeschreibung

    Name
    Wegener Härtetechnik GmbH
    Anschrift
    Industriegebiet-Ost, Michelin Str. 4, 66424 Homburg
    Umsatz pro Jahr
    2,5 - 10 Mio. €
    Branche
    Produktion, Industrie, verarbeitendes Gewerbe
    Gründungszeitraum
    Vor 10 - 49 Jahren
    Beschäftigtenzahl
    50 - 249
    IT-Investition pro Jahr
    10.001 - 50.000 €
    Unternehmensangebot
    Produkte
    Unternehmer*innen Zitat zum Projekt
    Die Zusammenarbeit mit dem EDIH Saarland und dem Mittelstand-Digital Zentrum Saarbrücken war besonders wertvoll: Wir konnten innovative Technologien praxistauglich verstehen, Herausforderungen effizient meistern und streben nun an, einen echten Mehrwert für unsere Produktionsprozesse zu schaffen.
    Simon Hechler
    Produktionsleiter
    Projektbewertung aus Unternehmenssicht
    Das Projekt hat dazu beigetragen das unser Unternehmen für die Zukunft gerüstet ist.
    Mit dem Projektergebnis sind Sie zufrieden.
    Unsere Erwartungen an das Projekt wurden erfüllt.
    Sie würden die Projektumsetzer weiterempfehlen.

    Projektunterstützung

    Projektumsetzer
    Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH
    ZeMA gGmbH
    a.blum@digitalzentrum-saarbruecken.de
    Zentrum
    Mittelstand-Digital Zentrum Saarbrücken
    MDZ Saarbrücken
    info@digitalzentrum-saarbruecken.de

    Weitere Kooperationspartner

    Projektumsetzer
    Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH
    Zentrum
    Mittelstand-Digital Zentrum Saarbrücken
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