KI für Druckintensive Gestricke

Veröffentlicht: 26.02.2026 / zuletzt bearbeitet: 08.06.2026

Projektziele & Projektergebnis

Projektziele:
Erstellung projekt in den Bereichen „Prozesse“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung der Produkt- / Servicequalität, der Zukunftssicherheit der IT-Systeme, des Informationsflusses (Qualität, Verfügbarkeit, Transparenz) und des Innovationsgrades.
Projektergebnis:
Durch die KI-gestützte Signalverarbeitung konnte die Messgenauigkeit der sensorischen Rundgestricke deutlich erhöht werden. Vergleichsmessungen zeigen, dass das KI-verarbeitete Signal signifikant näher an der realen Druckbelastung liegt als das unbehandelte Sensorsignal.

Gesamtprojekt

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Phase
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Kosten*
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Projektphase ausgeführt
Projektphase nicht ausgeführt
interne Projektbeteiligte
externe Projektumsetzer

Top Erkenntnisse aus dem Projekt

  • Eine hohe Datenqualität und strukturierte Versuchsplanung sind entscheidend für belastbare ML-Modelle.
  • Die Integration von KI direkt im textilen System erhöht Praxistauglichkeit und Datensicherheit.
  • Vergleichsmessungen mit Referenzsensoren sind essenziell zur Validierung des Modells.
  • Ausgangslage

    Es bestehen Optimierungspotenziale in den Bereichen Informationsqualität
    Die Datenauswertung war wenig bis gar nicht möglich in den Bereichen Prozesse
    Die Produktivitätspotenziale wurden nicht ausgeschöpft in den Bereichen Datenmanagement
    Die Effizienzsteigerungspotenziale wurden nicht ausgeschöpft in den Bereichen Informationsqualität

    Zentrale Fragestellungen im Projekt

    • Wie kann das Zeitverhalten textilbasierter Sensoren präzise modelliert werden?
    • Wie lässt sich die Korrelation zwischen Sensorsignal und realer Druckbelastung signifikant verbessern?
    • Wie kann ein ML-Modell direkt auf einem im Textil integrierten Elektronikmodul implementiert werden?

    Projektdetails

    Zeitrahmen: 01.10.2025 - 30.01.2026

    Das Unternehmen
    Die roma-Strickstoff-Fabrik Rolf Mayer aus Balingen ist Spezialist für hochwertige Rundgestricke im Bekleidungs- und technischen Bereich. Neben klassischen Anwendungen entwickelt das Unternehmen zunehmend intelligente Textilien unter anderem im Bereich Akustik und Innenausstattung. Ein besonderer Fokus liegt auf sensorischen Rundgestricken, die Druckbelastungen großflächig erfassen können und dabei ihre textilen Eigenschaften wie Elastizität und Atmungsfähigkeit beibehalten.

    Die Herausforderung
    Textilbasierte Sensoren bieten enorme Potenziale – etwa in der Pflege, im Gesundheitsbereich, im Automotive-Sektor oder in der Industrie. Doch ihre verformbare Struktur bringt eine technische Herausforderung mit sich: Nach mehrfacher Beanspruchung können die Messergebnisse ungenau werden, wenn die Textilien nicht regelmäßig kalibriert werden.

    Die Lösung
    Um den Zusammenhang zwischen realer Druckbelastung und gemessenem Sensorsignal präzise zu bestimmen, möchte das Unternehmen Künstliche Intelligenz zu Hilfe nehmen. Gemeinsam mit den DITF, Partner im Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe, wurde ein Konzept erstellt, um ein KI-Modell zu trainieren, mit dem die gemessenen Signale KI-gestützt verarbeitet werden.

    Die Umsetzung
    Ein speziell konzipierter Prüfstand ermöglichte Tests mit variierenden Belastungsprofilen – Frequenz, Amplitude und Dauer der Be- und Entlastung wurden systematisch verändert. Ein Referenzsensor erfasste die tatsächliche Druckbelastung und synchronisierte diese mit den Sensorsignalen der Gestrickproben. Auf Basis von rund 10 000 generierten Proben wurde ein MachineLearning-Modell trainiert, das das Zeitverhalten des textilen Sensors analysiert und die Korrelation zwischen Messsignal und realer Druckbelastung deutlich verbessert. Die Datenerfassung und -auswertung erfolgt in Echtzeit im Textil selbst, da das KI-Modell direkt in das bereits im Textil vorhandene Elektronikmodul integriert ist. Vergleichsmessungen mit und ohne KI zeigten deutlich: Das KI-verarbeitete Signal bleibt wesentlich näher an der tatsächlichen Belastung, während das unbehandelte Sensorsignal nach einer Druckbelastung deutlich stärker abweicht.

    Die nächsten Schritte
    Das KI-Modell kann nun in Prototypen integriert und unter realen Einsatzbedingungen weiter validiert werden. Dabei wird geprüft inwieweit die Modellparameter auf weitere sensorische Rundgestricke – auch im eingebauten Zustand – übertragbar sind oder weitertrainiert werden müssen. Langfristig eröffnet die KI-Infrastruktur neue Marktpotenziale in Pflege und Medizin, Automotive, Smart Home, Industrie und Logistik. Neben der höheren Präzision sorgt die lokale Datenverarbeitung für Datensicherheit, Energieeffizienz und Systemzuverlässigkeit.

    Ergebnisse der einzelnen Projektphasen

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    Unternehmensbeschreibung

    Name
    roma-Strickstoff-Fabrik Rolf Mayer GmbH & Co. KG
    Anschrift
    Heinrich-Hertz-Straße 25, 72336 Balingen
    Umsatz pro Jahr
    1,0 - 2,5 Mio. €
    Branche
    Produktion, Industrie, verarbeitendes Gewerbe
    Gründungszeitraum
    Nicht angegeben
    Beschäftigtenzahl
    10 - 49
    IT-Investition pro Jahr
    Nicht angegeben
    Unternehmensangebot
    Produkte
    Unternehmer*innen Zitat zum Projekt
    Mit der aufgesetzten KI-Infrastruktur können wir das volle Potenzial unserer sensorischen Rundgestricke ausschöpfen. Die deutlich höhere Messgenauigkeit schafft Vertrauen in die neue Technologie.
    Jürgen Reichert
    Bereichsleiter Technische Textilien
    Projektbewertung aus Unternehmenssicht
    Das Projekt hat dazu beigetragen das unser Unternehmen für die Zukunft gerüstet ist.
    Mit dem Projektergebnis sind Sie zufrieden.
    Unsere Erwartungen an das Projekt wurden erfüllt.
    Sie würden die Projektumsetzer weiterempfehlen.

    Projektunterstützung

    Projektumsetzer
    Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf
    DITF
    info@ditf.de
    Zentrum
    Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe
    Smarte Kreisläufe
    kontakt@mdz-sk.de

    Weitere Kooperationspartner

    Projektumsetzer
    Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf
    Zentrum
    Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe
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