Projektziele & Projektergebnis
Erstellung projekt in den Bereichen „Prozesse“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung der Nachhaltigkeit, der Produkt- / Servicequalität, des Innovationsgrades und von Prozessen.
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass sich Arbeitsabläufe mit Sichtfeldprojektion verständlicher vermitteln und Fehlerquellen gezielter reduzieren lassen.
Gesamtprojekt
Top Erkenntnisse aus dem Projekt
Ausgangslage
Zentrale Fragestellungen im Projekt
- Wie lässt sich kameragestützte Sichtfeldprojektion sinnvoll auf Konfektionsprozesse in der Textilbranche übertragen?
- Welche manuellen Arbeitsschritte, insbesondere beim Garneinziehen und beim Umgang mit flexiblen Materialien, eignen sich besonders für eine digitale Assistenz?
- Wie kann ein Assistenzsystem Mitarbeitende schrittweise unterstützen, Fehlerquellen reduzieren und zugleich das Anlernen sowie inklusive Produktionsumgebungen erleichtern?
Projektdetails
Das Unternehmen
Die SightProc GmbH entwickelt kameragestützte Assistenzsysteme, die arbeitsrelevante Informationen direkt im Sichtfeld von Mitarbeitenden einblenden. Die Lösung kommt bereits in verschiedenen Branchen zum Einsatz, etwa in der Fertigung, Logistik, Medizin oder im Maschinenbau. Das KMU möchte nun prüfen, wie sich dieser Ansatz auf Konfektionsprozesse in der Textilbranche übertragen lässt.
Die Herausforderung
Gerade in der Konfektion sind viele Arbeitsschritte bis heute nur begrenzt standardisiert und hängen stark von Erfahrung, Routine und einer sorgfältigen Einarbeitung ab. Besonders bei komplexen Montageschritten, beim Garneinziehen oder beim Positionieren mehrlagiger textiler Flächen entstehen leicht Unsicherheiten. Das erschwert das Anlernen, bindet erfahrene Fachkräfte und kann zu Fehlern, Ausschuss und unnötigem Materialverbrauch führen.
Die Lösung
Gemeinsam mit dem STFI, Partner im Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe, wurde untersucht, wie ein Näharbeitsplatz durch kameragestützte Lichtfeldprojektion unterstützt werden kann. Ziel war es, Hinweise genau dort einzublenden, wo der nächste Arbeitsschritt erfolgt. So entsteht ein Assistenzsystem, das Beschäftigte Schritt für Schritt durch einzelne Prozess schritte führt, kritische Handgriffe absichert und Qualitätsanforderungen direkt im Arbeitsumfeld sichtbar macht.
Die Umsetzung
Ein prototypischer Näharbeitsplatz wurde aufgebaut und mit Projektions- und Kameratechnik ausgestattet. Anschließend erfolgten die Kalibrierung des Systems, die Analyse geeigneter Konfektionsschritte und die Konzeption erster Workflows. Ein Schwerpunkt lag auf dem assistierten Garneinziehen. Darüber hinaus wurden weitere Anwendungen vorbereitet, etwa für das strukturierte Bestücken eines Ladesystems für Ortungstags. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass sich Arbeitsabläufe mit Lichtfeldprojektion verständlicher vermitteln und Fehlerquellen gezielter reduzieren lassen.
Die nächsten Schritte
Im nächsten Schritt sollen die entwickelten Workflows weiter ausgebaut und für zusätzliche Anwendungsfelder nutzbar gemacht werden. Besonders interessant ist die Weiterentwicklung für inklusive Produktionsumgebungen, etwa in Werkstätten für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Zugleich bietet der entstandene Demonstrator die Möglichkeit, die Übertragbarkeit auf weitere manuelle Fügeprozesse mit flexiblen Materialien in der Praxis zu erproben.


