Projektziele & Projektergebnis
Umsetzung projekt in den Bereichen „Service & Support“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung der Entscheidungsqualität und der Nachhaltigkeit.
Es wurde herausgefunden, dass Wollprodukte einen knapp 60 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck je Tragezyklus haben, wenn das Produkt insgesamt dreimal länger genutzt wird.
Gesamtprojekt
Top Erkenntnisse aus dem Projekt
Ausgangslage
Zentrale Fragestellungen im Projekt
- Wie groß ist das C02-Einsparungspotential im Kontext der Nutzungsdauerverlängerung von Textilen?
- Wie unterscheiden sich unterschiedliche Konstruktionsmaterialien im Einsparungspotential?
Projektdetails
Das Unternehmen
Das Münchner Start-up Brakeable bietet Unternehmen eine innovative Kommunikationsplattform, auf der Kunden Produktmängel nicht nur beschreiben, sondern zusätzlich mit Bildern anschaulich darstellen können. Hersteller sind so in der Lage, Kundenmeinungen konkret in die Produktentwicklung zu integrieren. Sie können auf diese Weise ihre Produkte qualitativ verbessern und deren Lebensdauer verlängern. Mit der verlängerten Nutzungsdauer verringert sich direkt auch der CO2-Fußabdruck der Produkte.
Die Herausforderung
Eine höhere Produktqualität zieht in der Regel auch einen vermehrten Einsatz von Rohstoffen sowie zusätzliche Ausrüstungsschritte nach sich, um die notwendige Haltbarkeit zu erreichen. Das Start-up möchte seine These, dass eine längere Nutzungsdauer trotz der höheren Aufwände nachhaltig die Umwelt schont, in diesem Projekt untermauern und dafür mit Unterstützung des Zentrums-Partner DITF eine Potenzialanalyse für seine Plattform und deren Auswirkungen erstellen.
Die Lösung
Mithilfe der Materialfluss-Kosten-Analyse (MFCA) schätzte das Projektteam den ökologischen Fußabdruck sowohl für die Herstellungsphase als auch für die Nutzungsphase ab. Der direkte Zusammenhang zwischen höherer Produktqualität, längerer Nutzungsdauer und geringerem CO2- Ausstoß wurde eindeutig nachgewiesen und somit auch der nachhaltige Nutzen der Plattform.
Die Umsetzung
Die MFCA-Methode wurde um einige essenzielle Parameter aus dem Herstellungsprozess erweitert. Anschließend wurden drei unterschiedliche Nutzungsmodelle analysiert. Im ersten Modell nahm das Projektteam an, ein Bekleidungsstück würde 50 Tage lang getragen und ca. alle zwei Tage, also 25 Mal, gewaschen werden. Im zweiten Modell waren es 100 Tage bei 50 Waschgängen und in der dritten Variante ging man von 150 Tagen Nutzungsdauer und halb so vielen Wäschen aus. Der dafür erforderliche höhere Produktionsaufwand
wurde mit etwa einem Prozent kalkuliert.
Die nächsten Schritte
Es wurde herausgefunden, dass Wollprodukte einen knapp 60 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck je Tragezyklus haben, wenn das Produkt insgesamt dreimal länger genutzt wird. Es besteht jedoch weiterer Forschungsbedarf in Bezug auf Produkte außerhalb von Textil, da sich sowohl Designprozesse als auch geplante Nutzung unterschiedlicher Produktkategorien voneinander unterscheiden.

