Projektziele & Projektergebnis
Erstellung projekt in den Bereichen „Produktion“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung der Nachhaltigkeit.
Das Unternehmen wird im Anschluss an das Projekt noch weiter mit den DITF zusammenarbeiten, um die Berechnung der virtuellen Zählerwerte mit zusätzlichen Daten zu ergänzen und so realistische Werte zu erhalten.
Gesamtprojekt
Top Erkenntnisse aus dem Projekt
Ausgangslage
Zentrale Fragestellungen im Projekt
- Wie wird der CO2-Wert ermittelt?
- Welche Anforderungen sind hinsichtlich des zertifizierten Energiemanagementsystems zu erfüllen?
- Wie können die Daten ermittelt werden?
Projektdetails
Das Unternehmen
Das mittelständische Unternehmen Textile Dyehouse GmbH ist ein Lohnveredler in Wuppertal und bietet hochwertige Färbe- und Veredlungsprozesse als Vorstufe für die Konfektion hochwertiger Markenunternehmen an. Das aktuelle Geschäftsmodell legt den Fokus auf Nachhaltigkeit. Das KMU strebt jedoch weitere Verbesserungen zum Beispiel beim Einsparen von Ressourcen an.
Die Herausforderung
Dyehouse muss im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung als einen zentralen Punkt seinen CO2-Fußabdruck ermitteln sowie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz umsetzen. Mittelfristig geht das Unternehmen davon aus, dass für das zertifizierte Energiemanagementsystem nach der DINNorm 50001 auch Energieverbräuche Gegenstand des Zertifizierungsprozesses sein werden. Es sind jedoch nicht genügend reelle Zähler vorhanden, um diese Verbrauchsdaten zu messen.
Die Lösung
Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe hat mit seinem Partner, den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF), gemeinsam mit dem KMU ein Konzept erstellt, um Energieverbräuche, wie Strom, Wasser und Abwasser sowie Dampf virtuell zu ermitteln und Abweichungen rechnerisch darzustellen.
Die Umsetzung
Die Kollegen der DITF haben auf Basis eines Excel-Modells mithilfe thermodynamischer Formeln die Werte jedes einzelnen Prozessschritts berechnet. Um die Ergebnisse zu verifizieren, wurden sie soweit verfügbar mit den tatsächlichen Werten verglichen. Anschließend hat das Projektteam ein MFCA-Modell (Material Flow Cost Accounting) erstellt, um anhand dessen die Energieverbräuche sowie den CO2-Fußabdruck der betrachteten Prozesse zu ermitteln.
Die nächsten Schritte
Die errechneten Werte des Strom- und Wasserverbrauchs deckten sich sehr gut mit den tatsächlichen Verbräuchen. Lediglich beim Dampf gab es recht große Diskrepanzen. Es liegt nahe, dass es sich hierbei um Verluste im Unternehmensprozess handelt. Das Unternehmen wird im Anschluss an das Projekt noch weiter mit den DITF zusammenarbeiten, um die Berechnung der virtuellen Zählerwerte mit zusätzlichen Daten zu ergänzen und so realistische Werte zu erhalten.




