Rückverfolgbarkeit von Lebensmittel-Verpackungsfolie

Veröffentlicht: 24.07.2023 / zuletzt bearbeitet: 08.06.2026

Projektziele & Projektergebnis

Projektziele:
Umsetzung projekt in den Bereichen „Prozesse“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung der Kundenbedürfnisse/ Kundenbeziehungen, der Lieferantenbeziehungen, der Produkt- / Servicequalität, des wirtschaftlichen Erfolges (Umsatz, Gewinn und Marktanteile).
Projektergebnis:
Verpackungsfolien werden eindeutig auf Basis einer GTIN und einer Charge identifiziert, die Informationen werden in einem GS1-128 Barcode maschinenlesbar kodiert.

Gesamtprojekt

Personentage
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Nicht ausgeführt
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Phase
Konzept
Prototyp
Entwicklung
Testen
Implementierung
Beteiligte
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Kosten*
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Projektphase ausgeführt
Projektphase nicht ausgeführt
interne Projektbeteiligte
externe Projektumsetzer

Top Erkenntnisse aus dem Projekt

  • Die in der eigenen Branche bereits etablierte Standards erleichtern die Entscheidung.
  • Prozessschritte sind zum besseren Verständnis zu visualisieren.
  • Der Projektplan muss an das Tagesgeschäft angepasst werden.
  • Ausgangslage

    Es gab neue Anforderungen in den Bereichen Beschaffung und Logistik, Produktion, Prozesse
    Es bestehen Optimierungspotenziale in den Bereichen Beschaffung und Logistik, Produktion, Prozesse
    In Summe waren die Prozesse zu papierlastig in den Bereichen Beschaffung und Logistik, Produktion, Prozesse

    Zentrale Fragestellungen im Projekt

    • Welche Produktionsdaten sind miteinander zu verknüpfen und auf das Label zu bringen?
    • Welcher Barcodetyp hat die größte Verbreitung am Markt?
    • Wickeln wir den elektronischen Datenaustausch selber ab oder nutzen wir einen Dienstleister?

    Projektdetails

    Zeitrahmen: 15.01.2018 - 30.08.2018

    Herausforderung

    Das Pilotunternehmen Maag ist ein international ausgerichteter, inhabergeführter Hersteller

    von Lebensmittel-Verpackungsfolien aus Iserlohn im Sauerland. Dessen Produkte sind im

    Supermarkt beinahe überall im Einsatz: ob verzehrfertige Salatmischung, Nudeltüte oder

    servierfertiges Menü in der Mikrowellenverpackung. Daher ist es auch wichtig, dass

    Lebensmittelfolie genau wie das verpackte Lebensmittel jederzeit zurückverfolgbar sein

    muss. Der Einsatz von Standards für Artikelnummern oder von elektronischem

    Datenaustausch (EDI) ist im Einzelhandel schon länger etabliert, aber Vorlieferanten der

    Lebensmittelhersteller waren in dieser Informationskette bisher kaum eingebunden.

    Handgeschriebene Lieferscheine sind hier noch an der Tagesordnung.

    Aber auch bei Verpackungen gilt: Verbraucherschutz hat oberste Priorität. Daher müssen

    Verpackungen lückenlos zurückverfolgt werden können, um kontaminierte Chargen zügig zu

    identifizieren und aus den Regalen des Handels herausholen zu können.

    Doch wie lässt sich beispielsweise eine Verpackungsfolie zurückverfolgen?

    Wie können dem Hersteller oder Abpacker von Lebensmitteln die relevanten Daten bereitgestellt werden?

    Wie lassen sich Verpackungen auf Chargenebene identifizieren und eindeutig der richtigen

    Lebensmittelcharge zuordnen?

    Ziel

    Innerhalb des eigenen Unternehmens hat Maag bereits einen hohen Digitalisierungsgrad und

    sichere Prozesse umgesetzt. Diese sollen nun auch für Kunden Mehrwert bieten. Ziel des

    Pilotprojektes ist, dass Maag nicht nur die Rückverfolgbarkeit sicherstellen, sondern den

    Kunden gleichzeitig einen hohen Grad an Prozesssicherheit ermöglichen kann. Die

    notwendigen Informationen sollen auf elektronischem Weg über Standardformate an die

    Kunden übermitteln werden. Damit standardisierte, elektronische Nachrichten versendet

    werden können, ist es auch notwendig, alle Artikel (Verpackungsfolien) eindeutig mit

    Standards zu identifizieren.

    Lösungsansatz

    Rückverfolgbarkeit ist ein wichtiges Kriterium für die Einführung von Standards. Daher hat

    das Unternehmen Maag sich dazu entscheiden, die Lebensmittelfolien mit standardisierten

    Artikelnummern wie der GTIN (Global Trade Item Number) zu identifizieren und diese

    zusammen mit der Charge in Barcodes (zum Beispiel EAN-13-Barcode oder GS1-128

    Barcode) zu verschlüsseln. Jede Folienart bekommt ihre eigene Artikelnummer im

    GTIN-Format. Diese Artikelnummer plus Chargeninformation wird in einem Barcode verschlüsselt

    und bei Lieferung erhält der Kunde ein elektronisches Lieferavis. Auch Bestellungen und

    Rechnungen kann Maag künftig elektronisch empfangen und versenden, da die Produkte

    darin eindeutig identifiziert werden. Ein weiterer Vorteil für Maag und den Kunden ist die

    Schaffung von Prozesssicherheit. Das Beispiel eines Kunden, der die Maag-Folien für frische

    Salatmischungen für die Kühltheke verwendet, macht das deutlich.

    Bei einer Lieferung an den Kunden wird der Barcode auf der Folie am Warenausgang

    gescannt. So stellt Maag sicher, dass zum einen der richtige Artikel an den Kunden geliefert

    wird. Zum anderen können die relevanten Informationen direkt per elektronischer

    Lieferavisierung an den Kunden übermittelt werden. Als Kundenbeispiel dient hier ein

    Salatabpacker, der diese Informationen automatisch in seine Systeme einfließen lassen kann

    und sie auf Knopfdruck abrufbereit hat. Doch der Kunde hat noch weitere Vorteile. Die

    Information im Barcode auf den Folien lässt sich auch mit seinen Abpack-Maschinen

    koppeln. Soll beispielsweise Wildkräutersalat abgepackt werden, wird hierfür eine andere

    Folie benötigt als für Salatmischungen, die auch Möhren und Trockenfrüchte enthalten. Jeder

    Salat braucht eine andere Folie. Diese unterscheiden sich im Material oder durch die

    Perforation – also Größe und Anzahl von Luftlöchern zum „Atmen“. Die Perforation

    entscheidet maßgeblich über die Haltbarkeit des Salats.

    Ist der Prozess digitalisiert, kann an den Maschinen des Abpackers sichergestellt werden,

    dass die richtige Folie zum richtigen Produkt verwendet wird. Soll Wildkräutersalat verpackt

    werden, aber versehentlich wird die Folie für Möhrensalat eingesetzt, stoppt der Prozess,

    wenn der Barcode der falschen Folie gescannt wird. Die Maschine erkennt den Irrtum.

    Ergebnisse der einzelnen Projektphasen

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    Unternehmensbeschreibung

    Name
    Maag GmbH
    Anschrift
    Zum Sauerland 4, 59469 Ense
    Umsatz pro Jahr
    Nicht angegeben
    Branche
    Produktion, Industrie, verarbeitendes Gewerbe
    Gründungszeitraum
    Vor 10 - 49 Jahren
    Beschäftigtenzahl
    50 - 249
    IT-Investition pro Jahr
    Nicht angegeben
    Unternehmensangebot
    Produkte
    Unternehmer*innen Zitat zum Projekt
    Mit der richtigen Folie sinkt die Menge des Verderbs, verpackte Lebensmittel bleiben länger frisch. Digitalisierung hilft uns und unseren Kunden, Fehler zu vermeiden, Prozesse zu beschleunigen, Kosten zu reduzieren und nachhaltiger mit Ressourcen umzugehen“, erklärt Ansgar Schonlau, Managing Director der Maag GmbH. „Viele Aufträge unserer Kunden werden jedes Mal neu ausgeschrieben. Was zählt ist der Einkaufspreis. Die Digitalisierung hat uns auf eine höherwertige Gesprächsebene gehoben. Indem wir digitalisiert haben, verbessern sich die Prozesse unserer Kunden, Ressourcen werden gespart oder Verderb minimiert. Heute sprechen wir bei Verhandlungen nicht mehr nur über Preise, sondern immer häufiger über Themen wie Digitalisierung oder Circular Economy (Kreislaufwirtschaft). Das hat uns ganz andere Potenziale erschlossen.
    Ansgar Schonlau
    Geschäftsführer
    Projektbewertung aus Unternehmenssicht
    Das Projekt hat dazu beigetragen das unser Unternehmen für die Zukunft gerüstet ist.
    Mit dem Projektergebnis sind Sie zufrieden.
    Unsere Erwartungen an das Projekt wurden erfüllt.
    Sie würden die Projektumsetzer weiterempfehlen.

    Projektunterstützung

    Projektumsetzer
    GS1 Germany GmbH
    GS1G
    guido.hammer@gs1.de
    Zentrum
    Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards
    eStandards
    geschäftsstelle@wertnetzwerke.de

    Weitere Kooperationspartner

    Projektumsetzer
    GS1 Germany GmbH
    Zentrum
    Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards
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