Projektziele & Projektergebnis
Erstellung projekt in den Bereichen „IT“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung des IT-Know Hows bei Mitarbeitenden, des Informationsflusses (Qualität, Verfügbarkeit, Transparenz) und von Prozessen.
Ein Status quo der digitalen Transformation mit individuellen Handlungsempfehlungen sowie ein vollständiger Überblick über die Softwarelandschaft und konkrete Verbesserungspotenziale
Gesamtprojekt
Top Erkenntnisse aus dem Projekt
Ausgangslage
Zentrale Fragestellungen im Projekt
- In welchen Bereichen lassen sich durch Digitalisierung die meisten Potenziale heben und wie weit ist die digitale Transformation fortgeschritten?
- Wie können wir unsere (Kommunikations-)Prozesse standardisieren und Redundanzen vermeiden?
- Welche Kernprozesse und Informationsströme müssen sich im neuen ERP-System abbilden lassen oder anderweitig automatisiert werden?
Projektdetails
Die TVU Textilveredelungsunion GmbH aus Leutershausen ist ein familiengeführtes Unternehmen und auf die Veredelung von Garnen spezialisiert. In den letzten Jahren hat der Mittelständler sein Geschäft diversifiziert und eine eigene Wirkerei für Netze sowie das Design und den Vertrieb einer eigener Outdoor-Bekleidungsmarke aufgebaut. Bei den eigenen Produkten wird stark auf Nachhaltigkeit gesetzt.
Neben dieser Transformation des Leistungsangebots fokussiert die Geschäftsführung auch die Digitalisierung des Unternehmens. Die Fertigungsleitung des Unternehmens kam auf das Augsburger Zentrum zu, um konkrete Potenziale für die digitale Transformation zu identifizieren.
Die Expert:innen des Partners Fraunhofer IIS führten daraufhin bei dem Unternehmen eine digitale Reifegradmessung durch. Hierbei wurde in verschiedenen Dimensionen erhoben, welche Digitalisierungsprojekte aktuell laufen und wo die vielversprechendsten Handlungsfelder liegen. Fokusthemen waren unter anderem die Organisationsform und Unternehmensstrategie, die Datenverfügbarkeit und Medienbrüche in Kernprozessen, aber auch Aspekte der Unternehmenskultur und Kollaborationsansätze über die Unternehmensgrenzen hinaus.
Neben der aktuell laufenden Einführung eines neuen ERP-Systems identifizierten die Expert:innen unter anderen die historisch immer weiter gewachsene und fragmentierte Softwarelandschaft als eine Hemmschwelle in der Verschlankung und Digitalisierung der Prozesse. Um Klarheit zu schaffen wurde in der folgenden Zusammenarbeit ein Workshop zur Darstellung der aktuellen Softwarelandkarte des Unternehmens durchgeführt. Gemeinsam mit Vertreter:innen aller Abteilungen des Unternehmens wurden so die verwendeten Softwaresysteme gelistet, ihre Verwendung der einzelnen Funktionsbereiche aufgenommen und die Datenverbindungen zwischen den Systemen skizziert.
So konnte gemeinsam visualisiert werden, welche die zentralen Programme sind, die von den meisten Abteilungen verwendet werden und welche Systeme eher in der Peripherie liegen. Darüber hinaus konnten mehrere Redundanzen und auch zu aktualisierende Systeme herausgearbeitet werden. Anhand der Verbindungen zwischen den Systemen lassen sich Potenziale für Automatisierung von Datenübertragung und weitere Anforderungen an das neue ERP-System ableiten.
Bei der TVU hat man außerdem beschlossen diese Softwarelandkarte im nächsten Schritt noch weiter zu detaillieren und aus ihr eine Datenlandkarte abzuleiten. So soll ein klares Bild über aktuell verfügbare Daten, aber auch über mögliche Silos oder doppelte Datenhaltung geschaffen werden. Des Weiteren bildet eine Datenlandkarte eine Ausgangssituation, um neue Verwendungsfälle bestehender Daten zu identifizieren oder fehlende Daten auszumachen.
Basierend auf den Ergebnissen der Zusammenarbeit ist die TVU Textilveredelungsunion GmbH nun gerüstet um ihre Software- und Datenlandschaft aufzunehmen, zu visualisieren und daraus Erkenntnisse für ihre Strategie abzuleiten.


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