Projektziele & Projektergebnis
Umsetzung projekt in den Bereichen „Services“ mit dem Ziel der Erhöhung/Steigerung/ Optimierung .
Definition eines „Minimum Viable Products“ (MVP), also einem Basissystem, welches die wichtigsten Anforderungen erfüllt und als Grundlage für die weiteren Ausbaustufen dienen kann. Prüfung der Einsatzmöglichkeiten von standardisierten Technologien für Schnittstellen.
Gesamtprojekt
Top Erkenntnisse aus dem Projekt
Ausgangslage
Zentrale Fragestellungen im Projekt
- Wie können die musikalischen Angebote nutzerfreundlich in einem digitalem Format dargestellt werden?
- Welche eStandards bieten sich für die Umsetzung des Projektes an?
- Wie können die verschiedenen Anforderungen, wie z. B. die ISO/IEC 19505 umgesetzte werden?
Projektdetails
Herausforderung: Kunst und Kultur in Zeiten von Corona
Das Hamburger Konservatorium (HHKON) ist eine der größten privaten musikalischen Ausbildungsstätten
in Deutschland und besteht aus den zwei großen Bereichen: Akademie (Musikstudium) und Musikschule.
Zusätzliche Angebote, wie Veranstaltungen und Konzerte, runden das Angebot ab und schaffen an drei
Standorten in Hamburg vielfältige Räume zur Begegnung und zum gemeinsamen Erleben von Musik und
Kultur.
Während der Corona-Pandemie wurde der persönliche Austausch zwischen Schüler:innen und Lehrenden
sowie das gemeinschaftliche Musizieren ausgebremst – genauso wie in vielen anderen Bereichen von
Kunst und Kultur. Durch den hohen pädagogischen und zeitlichen Einsatz aller Beteiligten schaffte es das
Hamburger Konservatorium jedoch, mehrere Online-Angebote zu entwicklen, um den Musikuntericht
weiterhin zu ermöglichen. Auch der Austausch zwischen Schüler:innen und Lehrer:innen wurde mithilfe
digitaler Werkzeuge, wie zum Beispiel der KONApp, aufrechterhalten.
Hier möchte das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards gemeinsam mit dem HHKON ansetzen
und die digitalen Angebote für Musikschüler:innen und Lehrpersonal durch die Entwicklung eines
plattformbasierten Musikmarktplatzes weiter ausbauen.
Zielsetzung: Digitale Angebote für (Nachwuchs-)Musiker:innen
Während des Projekts wird das Kompetenzzentrum mithilfe von eStandards die konzeptionellen
Voraussetzungen für eine Plattform schaffen, die den unterschiedlichen Stakeholdern und deren
Infrastruktursystemen eine zuverlässige Kooperationsmöglichkeit bietet. So sollen gemeinsam
musikalische Angebote erarbeitet und durchgeführt werden. Durch die Heterogenität der ITSystemlandschaften erscheint der Einsatz von eStandards sowohl bei den Datenaustauschformaten als
auch den Systemschnittstellen lohnenswert. Neben EDI-Standards (Elektronischer Datenaustausch) ist
der Einsatz folgender Standards geplant: ISO 9241-11 (Gebrauchstauglichkeit von Anwendungen und
Software), ISO/IEC 42010 (Dokumentation von Systemdesign), ISO/IEC 19505 (UML, Dokumentation von
Softwarearchitektur) und ISO/IEC 19510:2013 (Modellierung von Geschäftsprozessen). Bei den
Stakeholdern handelt es sich einerseits um die Musikschüler und -schülerinnen, andererseits um das
Lehrpersonal sowie externe Anbieter und bestehende Plattformen.
Während des Entwicklungsprozesses stehen die Nutzungsfreundlichkeit und Bedienbarkeit der Plattform
im Fokus, die das Kompetenzzentrum mit dem Einsatz von Usability-Methoden, wie zum Beispiel
Anforderungsanalysen oder Nutzungstests, sicherstellen wird. Eine gute Usability sorgt dafür, dass die
Plattform auch über das Praxisprojekt hinaus anhand konkreter Nutzungsanforderungen und Bedürfnissen
erweitert werden kann.
Lösungsansatz: Herausfinden, was die Nutzer:innen brauchen
Um das Konzept eines plattformbasierten Musikmarktplatzes zu realisieren, möchte das
Kompetenzzentrum eStandards zunächst in einem nutzungszentrierten Prozess die Anforderungen des
HHKON und der Systeme, die mit der Plattform vernetzt werden sollen, erheben. Auf Basis der Anforderungsanalyse erhält das HHKON dann Empfehlungen zur Nutzung von eStandards sowie ggf. konzeptionelle Möglichkeiten zur Realisierung einer Musikmarktplatz-Plattform. Zudem wird
exemplarisch aufgezeigt, wie standardisierte Schnittstellen und Datenmodelle zwischen HHKON und
externen Stakeholdern die Kollaboration und Kooperation untereinander unterstützen können.


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